Seit dem 5.11.2009 ist beim Umweltbüro Nord e.V. die Broschüre "Klimadetektive in der Schule" erhältlich. Das Heft richtet sich an Schulen (Schulträger, Multiplikatoren, Eltern...), die Klimaschutz nicht nur theoretisch vermitteln, sondern ihn in den Schulalltag integrieren wollen.
Mehr Informationen zu der Broschüre: www.umweltschulen.de/broschueren/br1.html
Mehr zum Klimaschutz der in ANU
Die Umweltbibliothek Stralsund ist 10 Jahre alt geworden. Die am 2.6.1999 eröffnete Bibliothek wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement aufgebaut; über geförderte Projekte konnten arbeitsintensive Aufgaben wie die Katalogisierung der Medien realisiert werden. Inzwischen umfasst der Bestand übr 10.000 Medieneinheiten, er deckt verschiedene Aspekte des Natur- und Umweltschutzes sowie die Umweltbildung ab.
In den ersten Jahren stand der "klassische" Verleih von Büchern und Broschüren im Mittelpunkt der Arbeit; dabei wird auch Fernleihe angeboten. Inzwischen hat der Verleih selbst entwickelter Materialkisten für die Umweltbildung an Bedeutung gewonnen; diese enthalten neben Büchern auch Spiele, Demonstrationsmaterialien und Anleitungen bzw. Ausrüstungen für kindgerechte Experimente. Zudem engagiert sich die Umweltbibliothek für die Vernetzung der Umweltbildungsakteure auf regionaler und auf Landesebene.
Die Umweltbibliothek Stralsund ist
zugleich Geschäftsstelle der ANU M-V e.V. und Einsatzstelle für
das neue ANU-Projekt "Regionale Koordinatoren für BNE".
Interessenten sind zu den Öffnungszeiten (die. 13-18:00 und do.
13-16:00) herzlich willkommen.
Umweltbüro Nord e.V./Umweltbibliothek, Badenstraße 45, 18439
Stralsund,
Tel./Fax: (0 38 31) 70 38 38, www.umweltschulen.de/bibo
Bei der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" werden am 2. April 2009 in Bonn 53 zukunftsweisende Bildungsprojekte aus ganz Deutschland ausgezeichnet. Zu diesen sogenannten „Dekade-Projekten“ gehört auch das ANU Mobil Energie & Umwelt aus Mecklenburg-Vorpommern.
Das seit August 2005 laufende Projekt hat zum Ziel, die Umweltbildung in Mecklenburg-Vorpommern zu befördern. In unserem dünn besiedelten Bundesland fährt das ANU-Mobil zu Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen und führt dort vor Ort Bildungsangebote zur nachhaltigen Energienutzung durch. Inhaltlich fußt die Arbeit vor Ort auf den Säulen: „Energie sparen“, effektive Energiewandlung“ sowie „Erneuerbare Energien“. Die Angebote richten sich hauptsächlich an Schüler und junge Menschen (vorwiegend Klassenstufen 3-10) aber auch z.B. an Umweltverbände oder Agendagruppen. Das ANU-Mobil hat für 2009 noch Termine frei; Interessenten sollten sich möglichst bald anmelden.
Das ANU-Bildungsmobil "Energie&Umwelt" wird vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V sowie von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) gefördert.
Mehr zum ANU-Mobil unter Projekte bzw. auf www.anu-mobil.de
Im Jahr 2009 waren wir zum zweiten Mal auf der ITB zu Gast, um für Umweltbildung "Made in M-V" zu werben. Unser Partner dabei war wieder die AG "Junges Land für junge Leute" des TMV. Unser Auftritt dort war gut.
Wir konnten einige Gespräche führen mit Umweltbildungseinrichtungen bzw. Umweltbildnern aus M-V führen und diese für einen Eintritt in die ANU interessieren. Ob daraus etwas wird, werden wir sehen.
Zudem war viel Prominenz an unserem Stand, so der Bildungsminister von M-V, Harry Tesch - aber auch Vertreter des Umweltministeriums M-V sowie der Bundespolitik.
Vom Dreijährigen Feuerwanzenspezialisten bis zum emeritierten Uniprofessor. Alle machen mit.
Artenvielfalt beginnt schon vor unserer Haustür. Der Dachverband der Umweltbildungseinrichtungen im Land Brandenburg ANU Brandenburg e.V. möchte deshalb in diesem Jahr den jährlich stattfindenden GEO-Tag der Artenvielfalt unterstützen und dazu aufrufen, auf Entdeckungstour in Brandenburgs und Berlins Natur zu gehen. Vom dreijährigen Feuerwanzenspezialisten bis hin zum Uniprofessor kann sich jeder Interessierte mit einer eigenen Aktion beteiligen. Die sicher überraschenden und tollen Ergebnisse stellen wir nach Abschluss der Aktion in einer Broschüre zusammen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? So können Sie mitmachen:
Weitere Informationen können Sie gerne bei uns erfragen:
ANU Brandenburg e.V., Lindenstraße 34, 14467 Potsdam, Tel. 0331-2015515, www.anu-brandenburg.de
Vorsicht: Klimadetektive!Strahlsund : Der Bundesverband der Stromfresser, Hitzköpfe und Kernspalter e.V. warnt vor einer neuen gefährlichen jugendlichen Subkultur: Sogenannte „Klimadetektive“ treiben in deutschen Schulen ihr Unwesen.
Unter dem Deckmantel eines vorgeblichen Interesses am Unterrichtsgeschehen recherchieren Klimadetektive, was Energie ist und wie wir sie nutzen. Sie ermitteln gegen die guten traditionellen Bräuche, Klassenräume auf angenehme 25°C zu heizen und das Licht bis weit in den Nachmittag hinein brennen zu lassen. Sie propagieren die wachstumsfeindliche Idee des „Energiesparens“ und begründen dies mit einem angeblich drohenden Klimawandel. Zudem behaupten sie, dass auch Schulen die Energie von Sonnenstrahlung und Wind nutzen könnten – obwohl laut Schulgesetz der Unterricht auch bei bewölktem Himmel stattfindet. Damit nicht genug – die Klimadetektive versteigen sich sogar zu der Behauptung, dass Schulen auch mit der Pausenversorgung, dem Papierverbrauch oder den täglichen Schulwegen das Klima beeinflussen würden und dass auch diese Bereiche des Schullebens verändert werden müssten.
Für besonders bedenklich hält es der Bundesverband der Stromfresser, Hitzköpfe und Kernspalter e.V., dass es offenbar Lehrer gibt, die ihre Schüler gezielt auf diese Irrwege leiten. Sie nutzen – angebliche – Hintergrundinformationen, Lehrmaterialien und guten Beispiele aus Schulen, die auf der Website www.umweltschulen.de/klima verbreitet werden.
Der Bundesverband der Stromfresser, Hitzköpfe und Kernspalter e.V. warnt eindringlich davor, diese Website zu besuchen. Er kritisiert den Drahtzieher der Aktion – das Umweltbüro Nord e.V. aus Stralsund – scharf und fordert dieses auf, die bereits angekündigte Broschüre „Klimadetektive“ nicht auf den Markt zu bringen.
Kontakt: Umweltbüro Nord e.V., Badenstraße 45, 18439 Stralsund, Tel.: 03831-703838
Unser Gemeinschaftsstand auf der ITB (siehe Pressemeldung weiter unten) war sehr gut plaziert.
Der Publikumsverkehr hielt sich in Grenzen. Wir haben an jedem Tag einige Dutzend Umweltbildungsführer an Endverbraucher (Reiselustige, Familien, Lehrer) verteilt; das alleine rechtfertigt den Aufwand, mit wechselndem Personal fünf Tage lang einen Messestand zu besezten, sicher noch nicht. Darüber hinaus hat jedoch jeder ANU-Vertreter auch interessante Fachkontakte knüpfen können (auch für die eigene Arbeit jenseits der ANU). Ich habe zudem gezielt einige Reiseveranstalter angesprochen, die auf der ITB ausgestellt haben, und ihnen angeboten, dass sie den Umweltbildungsführer nutzen mögen, um ihre Reisen mit Inhalt zu füllen. Ob sich daraus Kontakte für unsere Anbieter ergeben, ist noch offen.

Dr. Holger Donle präsentiert die ANU am Gemeinschaftsstand auf der ITB
"Höhepunkte" waren Besuche durch Umweltminister Backhaus (8.3.) sowie Herren Lafontaine und Herrn Holter (7.3.). Zudem erbrauchte die Aktion eine Erwähnung der ANU in der Ostseezeitung.
Die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband / der AG "Junges Land für junge Leute" werden wir fortsetzen.
Für eine Weiterentwicklung des Umweltbildungsführers sowie eine eventuelle erneute Beteiligung an der ITB sind aus meiner Sicht folgende Punkte erwägenswert:
Tilman Langner
216 Einrichtungen mit 500 Umweltbildungsangeboten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern
sind auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin präsent,
die vom 5.-9.3.2008 ihre Tore öffnet. Sie werden von der Arbeitsgemeinschaft
Natur- und Umweltbildung (ANU) M-V e.V. vertreten und übersichtlich
in dem von der ANU herausgegebenen Umweltbildungsführer präsentiert.
„Die einzigartige Naturausstattung von Mecklenburg-Vorpommern lockt jedes Jahr Millionen von Gästen an“, betont der ANU Pressesprecher, Tilman Langner. „Dabei ist klar: Der Wissende sieht einfach mehr.“ Deshalb enthält der Umweltbildungsführer eine Vielzahl von Angeboten, die sich (auch) an Touristen wenden und dazu geeignet sind, den Naturgenuss noch zu steigern. Dazu gehören z.B. vielfältige Exkursionen zu Fuß, per Rad oder im Kanu. Dazu gehören Nationalparks und Biosphärenreservate mit ihren Informationszentren ebenso wie Angebote, die Natur in Städten zu entdecken. Wer Biber, Kranich oder Fledermäuse kennen lernen will, wird im Umweltbildungsführer ebenso fündig wie der Pilz- oder Insektenfreund. Viele dieser Angebote eignen sich auch dafür, Klassenreisen aufzuwerten.
Der Umweltbildungsführer wird als attraktive Broschüre herausgegeben und ist als gut recherchierbare Online-Version unter www.umweltbildung-mv.de zu finden.
Auf der ITB präsentiert sich die ANU am Stand 117, Halle 4.1. „Dieser Auftritt wurde uns durch eine Kooperation mit der AG Junges Land für junge Leute ermöglicht“, sagt Langner. „Ich danke der AG dafür sehr herzlich und hoffe, dass diese für uns neue Dimension der Werbung ein Erfolg für die Umweltbildung in Mecklenburg-Vorpommern wird.“
Der Umweltbildungsführer wurde vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern sowie der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung gefördert.
Der Online-Informationsdienst www.umweltschulen.de wurde am 20.2.2008 als offizielles Projekt im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2008/2009 ausgezeichnet.
Bereits in der Periode 2006/2007 hatte www.umweltschulen.de diese Auszeichnung errungen. „Ich habe das damals als Ermutigung angesehen, den Informationsdienst zielstrebig weiter zu profilieren“, sagt der Herausgeber, das ANU-Mitglied Tilman Langner. Dieses Vorhaben hat er überzeugend umgesetzt. Die Besucher finden jetzt u.a. einen eigenständigen Bereich zur Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Präsentationen von Modellschulen, welche auf hervorragende Weise Umweltbildung bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung umsetzen. Internationale Beispiele werden vorgestellt; der in Kooperation mit der ANU Mecklenburg-Vorpommern erarbeitete Umweltbildungsführer oder die Präsentation der Umweltbibliothek Stralsund bedienen aber auch die regionale Ebene.
Mit einen Newsletter sowie durch regelmäßige Pressearbeit wurde www.umweltschulen.de weiter bekannt gemacht. Das hat sichtbare Erfolge, denn der 1999 gegründete Informationsdienst konnte bei konventioneller Zählweise im Jahr 2007 mehr als 500.000 Besucher und 1.100.000 Seitenabrufe verzeichnen.
Auch in Zukunft will Tilman Langner den umweltschulen.de neue Bausteine hinzufügen. Im Mittelpunkt steht dabei gegenwärtig die Kampagne „Klimadetektive“, mit welcher Schulen für den Klimaschutz gewonnen werden sollen. „Ich freue mich sehr, dass ich dafür mit der Klimaschutzinitiative CO2NTRA einen starken und engagierten Förderpartner gewinnen konnte“, betont Langner. „Und ich danke allen Partnern herzlich, die zu dem bisherigen Erfolg von www.umweltschulen.de beigetragen haben.“
Liebe Mitglieder der ANU MV,
im Oktober 2007 gab es eine Diskussion innerhalb des ANU-Bundesverbandes über
eine eventuelle Förderung durch bzw. Kooperation mit E.ON, einem
der führenden Stromkonzerne Europas und mitverantwortlich für
eine schlechte Klimaschutz- und Energiepolitik Deutschlands.
Nach dieser Kurzumfrage in den Landesverbänden gab es keine weitere
Zusammenfassung. Es kann sein, dass auf der ANU-Bundesseite im dortigen
Mitgliederportal näheres zu lesen steht. Offensichtlich sind die
Pläne jedoch nicht vom Tisch. Oliver Wendenkamp, ANU-Vorsitzender
in Sachsen-Anhalt und gleichzeitig Geschäftsführer des BUND
in Sachsen-Anhalt informierte über diese Kooperation auf der jüngsten
Bundestagung der Geschäftsführer des BUND. Dies sorgte dort
für Wirbel und veranlasste den Bundesvorsitzenden des BUND, Prof.
Hubert Weiger zu einem Brief an die ANU-Bundesvorsitzende Annett Dieckmann,
mit dem er gegen diese Kooperation protestiert. Ihr findet den Brief hier.
Ich persönlich hatte die Pläne der ANU, mit E.ON zu kooperieren,
ebenfalls kritisiert, da ich der Meinung bin, dass man sich um Firmen
bemühen sollte, die eine Energiewende unterstützen.
Zum Schreiben von Prof. Weiger muss man jedoch fairerweise sagen, dass
auch der BUND mit der "Klimaschutzaktion" in Kooperation mit der BILD-Zeitung
stark unter Druck geraten war (Nähere Infos: http://www.nachdenkseiten.de/?p=2267).
Ich erinnere mich zudem, dass auch der NABU mit der Lufthansa und Vodafone
(nachdem sie auf schmutzige Weise Mannesmann übernommen und zerschlagen
hatten) kooperierte (Nähere Infos: http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum_entry.php?id=4150).
Hier möge sich also jede und jeder seine eigene Meinung bilden und
sie bei Bedarf an den ANU-Bundesvorstand senden.
E-Mail: bundesverband@anu.de
Mit freundlichen Grüßen
Arndt Müller, Vorsitzender ANU M-V e.V.
Wasser – Jahresthema 2008 im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
10.12.2007: www.freeyourriver.net – Die Flüsse Europas entdecken und schützen!
Im Jahr 2008 steht das Thema Wasser im Mittelpunkt der UN-Dekade. Schulen, die dieses Thema aufgreifen wollen, finden bei der Europäischen Kampagne „Free your River!“ das Rüstzeug für anspruchsvolle Flussprojekte, welche viele Aspekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgreifen. Zielgruppe sind Schüler von 10 bis 12 bzw. von 15 bis 17 Jahren.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Untersuchung des Flusses am Heimatort. Hier können die Schüler ihr Wissen aus Biologie, Chemie und Geographie anwenden und vertiefen; entsprechende Checklisten und Anleitungen stellt die Kampagne bereit. Naturwissenschaftlich fundierte Methoden der Erkenntnisgewinnung können durch künstlerisch-ästhetisch Zugänge ergänzt werden, auch dafür werden geeignete Methoden angeboten. Die erfassten Daten sind zu bewerten, was die Gelegenheit bietet, über Werte im Umgang mit Natur und Umwelt zu reflektieren. Die Schüler sind aufgerufen, Schlussfolgerungen zu ziehen und für den Schutz ihres Flusses zu werben – eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen bürgerschaftlicher Partizipation zu machen.

Die erfassten Daten, Schlussfolgerungen, Aktionen und anderes Material können die Schüler in einem eigenen internetgestützten Flusstagebuch („Book of the River“) veröffentlichen. Das bietet zusätzliche Anlässe, die eigenen Arbeitsergebnisse kritisch zu reflektieren, es schult die Medienkompetenz – und vor allem bietet es Ansatzpunkte, um andere Schülergruppen kennen zu lernen, mit ihnen zu kommunizieren und zu kooperieren. Eine solche Zusammmenarbeit kann auf regionaler Ebene sinnvoll sein, aber auch eine Kooperation mit Gruppen aus anderen EU-Ländern ist möglich.
Die Beteiligung an dem Projekt ist kostenlos. Sämtliche Tools und Arbeitsmaterialien sind in Englisch, Deutsch und weiteren Sprachen auf der Website www.freeyourriver.net zu finden. Wer den vollen Funktionsumfang der Website nutzen will, muss sich als Teilnehmer registrieren. Das Projekt eignet sich auch für außerschulische Lernorte der Umweltbildung wie z.B. Schullandheime oder Jugendherbergen, wenn diese über eine ausreichende Computerausstattung verfügen.
"Free your River!" wurde von einer internationalen Projektgemeinschaft unter Leitung des WWF Österreich entwickelt. Das Umweltbüro Nord e.V. als einziger deutscher Partner in „Free your River!“ stellt Referenten für Fortbildungen von Lehrern und Multiplikatoren in Deutschland zur Verfügung. Rückfragen bitte an: Tilman Langner, Umweltbüro Nord e.V., Badenstraße 45, 18439 Stralsund, Web: www.umweltschulen.de/umweltbuero, Mail: tilman.langner@umweltschulen.de
1.8.2007: Erster landesweiter Umweltbildungsführer an Minister Backhaus überreicht
„Wir freuen uns über das sehr positive Echo des Ministers auf unser Produkt. Kein Bundesland hat eine derart umfassende attraktiv publizierte Übersicht über das außerschulische Angebot an Umweltbildung. Mit einem kleinen Projektteam und einem hohen Anteil ehrenamtlicher Arbeit haben wir den Umweltbildungsführer innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums von einem Jahr realisiert. Dies alles hat Herrn Dr. Backhaus sehr beeindruckt.“ So fasst der 37jährige Biologe Arndt Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Mecklenburg-Vorpommern seinen Eindruck von der heutigen Übergabe des Umweltbildungsführers in Form von vier Regionalausgaben an den Minister zusammen. Eine finanzielle Förderung aus Mitteln des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) hatte die nun erstmals für ganz Mecklenburg-Vorpommern vorliegende Übersicht von freiberuflichen Umweltpädagogen, Vereinen, Behörden, Tierparks, Museen und Unternehmen, die Bildungserlebnisse zu Umweltthemen anbieten, möglich gemacht. Erstaunliche 492 Bildungsangebote von 213 Anbietern sind in den übersichtlichen Broschüren zusammengefasst. Angebote der Umweltbildung werden durch Angebote des Globalen Lernens und der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ergänzt.

Der gedruckte Umweltbildungsführer wird durch eine Online-Version unter www.umweltbildung-mv.de noch anwendungsfreundlicher. Bildungsangebote für Kitas und Schulklassen sind hier genauso zu finden, wie Freizeitangebote für Familien oder Weiterbildungen für Erwachsene. Adressen, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und viele weitere Informationen wurden zusammengetragen. Über komfortable Suchfunktionen kann jeder schnell das richtige Angebot finden. Anbieter können ihre aktuellen Angebote eintragen.
„Hoch qualifizierte Umweltbildner und Erlebnispädagogen arbeiten mit sehr viel Idealismus und Kreativität meist auf unterem Lohnniveau. Dabei ist eine gut gemachte Führung, Lernspiele oder eine interaktiver Vortrag das Ergebnis einer langen Vorbereitung.“, berichtete Arndt Müller dem Minister. „Besonders Schulklassen sind dankbare Nutzer der vielen abwechslungsreichen Angebote.“ Mit dem Umweltbildungsführer möchte die ANU auch die Bildungsanbieter ermutigen, professionell für ihre Arbeit zu werben, sich auch bei Partnern aus dem Tourismusbereich anzubieten oder gar eigene touristische Angebote zu entwickeln. Schließlich sind es die vielen Bildungsangebote, die der Bevölkerung und den Gästen des Landes die Naturschätze unseres Landes eingehender vermitteln oder Antworten auf Fragen zur nachhaltigen Entwicklung der Regionen geben. „Angebote der Umweltbildung stärken das Angebot eines naturnahen Tourismus im Land.“ Davon ist die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Mecklenburg-Vorpommern überzeugt.
Die ANU, ein bundesweiter Zusammenschluß von Umweltbildungseinrichtungen und Einzelpersonen, existiert seit 2001 in Mecklenburg-Vorpommern und engagiert sich mit ihren Mitgliedern seither für gute Bedingungen in der außerschulischen Umweltbildungslandschaft. Mitglieder sind unter anderem das Nationalparkhaus am Königsstuhl auf der Insel Rügen, die „Darsser Arche“ und die Jugendherberge Mirow 21. „Wir möchten die Qualität der Bildungsangebote verbessern helfen, betreiben mit Partnern aber auch eigene Projekte, wie das Energiemobil mit Experimentierkästen und Ausstellungen zu erneuerbaren Energien oder die Medienkisten für Schulen und Kindergärten.“, fasst Arndt Müller das Profil des Verbandes zusammen. Die UNO-Dekade für eine Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, die zahlreichen Bemühungen zur Umsetzung von Lokalen AGENDEN 21 und die Entwicklung von Ganztagsschulen machen das Expertenwissen der ANU und ihrer Mitglieder auch künftig unverzichtbar, ist Arndt Müller überzeugt. Auch deshalb wird eine weitere Auflage des Umweltbildungsführers geplant.
Der erste landesweite Umweltbildungsführer für Mecklenburg-Vorpommern liegt vor - ein Branchenbuch der Umweltbildung. Die Online-Version des Umweltbildungsführers kann bereits genutzt werden.
Ausgezeichnete Kinder- und Jugendbücher in der Umweltbibliothek Stralsund
Rechtzeitig zum Ferienbeginn hat die Umweltbibliothek Stralsund ihren Bestand um neue und im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnete Bücher erweitert. Durch die Spende eines Jurymitgliedes hat die Umweltbibliothek die Bücher erhalten, die in diesem Jahr zum Buchpreis „Lesen für die Umwelt“ der Deutschen Umweltstiftung eingereicht worden waren. Darunter sind z.B. die fünf preisgekrönten und überaus spannenden Greenteam-Bücher von Nicolas Roth (u.a. „Die Nacht der Nerze“), der Rate-Krimi „Koalas spurlos verschwunden“ von Alexandra Fischer-Hunold oder das reich bebilderte Buch „Die Jahreszeiten auf dem Bauernhof“ von Susanne Riha.
Weitere Umweltbücher für Kinder konnten mit freundlicher Unterstützung durch die Nordeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) erworben werden.
Die Bücher können ab sofort ausgeliehen werden. Fernleihe ist möglich. Die Umweltbibliothek Stralsund hat dienstags 13-18:00 und donnerstags 13-16:00 geöffnet. Tel./Fax: 03831-703838. www.umweltschulen.de/bibo (dort wird auch die vollständige Titelliste veröffentlicht).