Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das landesweite Vorhaben „Lebenslanges Lernen – Regionale Koordination der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in M-V“ als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.
Die Urkunden werden im Rahmen des UNESCO-Tages auf der Didacta in Hannover am 15. Februar 2012 an die Projekte übergeben. Das Projekt „Lebenslanges Lernen-Regionale Koordination der BNE in M-V“ zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.
Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits über 1.400 Projekte ausgezeichnet: In Schülerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll wie umweltverträglich und sozial gerecht zu handeln. Kindergärten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich für fairen Handel. Außerschulische Träger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen.
UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.
Anforderungen an Dekade-Projekte
Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.
Auch Kommunen können sich bewerben
Auch Städte, Gemeinden und Landkreise können eine Auszeichnung erhalten. Für außergewöhnliches Engagement im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung erhalten sie die Auszeichnung als Stadt oder Gemeinde der UN-Dekade. Bis heute wurde dieser Titel an 13 Kommunen in Deutschland verliehen. Nach zwei Jahren ist für Projekte und Kommunen eine Wiederbewerbung für die kommenden beiden Jahre möglich.
Dr. Sabine Grube
Regionale Koordination der BNE in MV
Projektleitung
ANU M-V e. V.
Dorfstraße 3
17309 Koblentz
Tel. 039743-51857
Email: grube-bne@gmx.de
www.bneinnmv.wordpress.com
www.umweltbildung-mv.de
„Aquarius der Wassermann“, „Krachmacher und Leisetreter“ oder „Lepidoptera Blütenfee“ – so heißen die neuen Umweltkisten für Kitas. Sie wurden vom Umweltbüro Nord e.V. im Rahmen eines durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern geförderten Modellprojekts entwickelt. Nun sind die ersten Umweltkisten in den teilnehmenden Kitas im Einsatz, bzw. sie können in Rostock, Stralsund, Neubrandenburg und Grimmen ausgeliehen werden. Interessenten aus anderen Bundesländern können Umweltkisten käuflich erwerben.
Jede Umweltkiste enthält die Ausrüstung für ein komplettes Bildungsprojekt mit Materialien und Anleitungen. Der Inhalt jeder Umweltkiste ist übersichtlich in Module gegliedert, jedes Modul kann in einer für Kitas praktikablen Zeit – z.B. einer halben Stunde – realisiert werden. Dabei werden teils hoch komplexe Vorgänge aus der Natur mit ebenso einfachen wie erstaunlichen Spielen, Beobachtungen, Experimenten oder Bastelarbeiten aufgegriffen.
In der von Meike Ch. Karl entwickelten Wasserkiste „Aquarius der Wassermann“ erfahren die Kinder, dass Wasser z.B. zum Leben erwecken kann, ein Labyrinth durchlaufen, Geduld erfordern, Schall übertragen, Strudel bilden, Landschaft gestalten, Lebensraum sein, Farben enträtseln, klettern und flüchten kann.
Dr. Christa Budde will mit der Geräuschekiste „Krachmacher und Leisetreter“ dazu beitragen, dass die Kinder ihren Gehörsinn verfeinern und wertschätzen. Mit einem Stethoskop, wie sie es vom Arzt kennen, können die Kinder bisher verborgene Geräusche aufspüren; mit Ohrschützern auf dem Kopf erfahren sie, was Schwerhörigkeit bedeutet.
Ein Modul in der von Sabine Langner entwickelten Schmetterlingskiste „Lepidoptera Blütenfee“ ist die Nachtfalterhochzeit. Nachtfalter finden ihre Partner durch Duftstoffe – sogenannte Pheromone. In der Kiste gibt es Filmdosen, diese werden jeweils paarweise mit Fruchttee befüllt, jedes Kind bekommt eine Dose – und los geht die Partnersuche...
Bei all dem geht es nicht darum, Kinder zu Umwelt-Experten auszubilden. „Wir wünschen uns vielmehr, dass die Kinder Natur und Umwelt entdecken, dass sie von Naturphänomenen, von unseren Mitgeschöpfen und Mitmenschen berührt werden und dass so emotionale Anker entstehen, an die sie in der Schule oder im weiteren Leben wieder anknüpfen können“, so erklärt es Meike Ch. Karl, eine der Autorinnen. „Wir möchten erreichen, dass die Kinder die Begeisterung erfahren, die das Forschen und der Gewinn von Erkenntnis auslösen können“, ergänzt Tilman Langner, Vorstand des Umweltbüro Nord e.V.
Der Praxistest und die Evaluation bestätigen den Erfolg der Umweltkisten. In den Augen der ErzieherInnen sind die Kisten eine wahre Fundgrube an Ideen und Materialien. Das von Katja Ch. Bielstein liebevoll gestaltete Design wurde ebenso gelobt wie die Robustheit und Alltagstauglichkeit der Materialien.
Nach Aussage der ErzieherInnen haben die Kinder Kisten-spezifisches Wissen erworben; sie haben z.B. einige einheimische Schmetterlinge kennen gelernt. Die mit Hilfe der Umweltkisten durchgeführten Bildungsprojekte haben außerdem dazu beigetragen, dass die Kinder es lernen, genau hinzuschauen oder hinzuhören, sich zu artikulieren (z.B. „Geräusche genauer zu beschreiben“), sich abzusprechen und aufeinander Rücksicht zu nehmen (z.B. wenn zwei oder mehrere Kinder gemeinsam einen Versuch durchführen), Ausdauer zu entwickeln, Hypothesen zu äußern, Beobachtungen zu reflektieren und vieles mehr. Dies alles deutet darauf hin, dass die Umweltkisten – auch über den konkreten Umweltbezug hinaus – zu guter frühkindlicher Bildung beitragen.


Links: Facettenaugen - so sehen Schmetterlinge. Bildquelle: Kita Kirschblüte, Schwerin
Rechts: Aufsteigendes Wasser im Baum wird belauscht. Bildquelle: Kita Haus Sonnenschein, Schwerin
Weitere Informationen
Unter dem Titel "Alles Wurst?!" wurde im Oktober in der Nikolaigemeinde Stralsund eine Installation gezeigt, die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Klimaschutz thematisiert. Diese kann nun von anderen Interessenten in M-V nachgenutzt werden. Infos: www.umweltschulen.de/klima/alles-wurst.html
Filmchen mit Interviews zum Anschauen oder Download
Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) M-V hat die demokratischen Parteien zur Landtagswahl nach ihren Vorhaben in Bezug auf Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung befragt. Sechs Parteien haben geantwortet. Die ANU hat dazu einen Überblick über die Antworten auf ihrer Webseite veröffentlicht.
Zusätzlich zu den schriftlichen Antworten hat die ANU MV Interviews mit den bildungspolitischen Sprechern der Parteien geführt und diese mit einer Videokamera aufgezeichnet. Vier Parteien waren dazu bereit. Die kurzen Filmchen wurden auf den Blog der ANU ins Internet gestellt.
„Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit dem größten Naturreichtum. Die vielfältige und schöne Landschaft mit ihrem Artenreichtum ist als Tourismusmagnet nicht nur eine der größten Wirtschaftsressourcen des Landes, die es zu erhalten und zu schützen gilt. Sie hat ebenso ein gewaltiges Bildungspotenzial. Hier lassen sich Freizeit und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ideal miteinander verbinden. Das wiederum muss auch im Interesse der Politik liegen. Wir wollen mit diesen kurzen Spots dazu beitragen, auf die politischen Vorhaben der Parteien aufmerksam zu machen. Vielleicht können wir damit Unentschlossene noch dazu bewegen, zur Wahl zu gehen und sich für eine demokratische Partei zu entscheiden.“, erläutert Ulrike Seemann-Katz, die Vorsitzende der ANU MV.
Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist der Dach- und Fachverband der Umweltzentren, Initiativen, AnbieterInnen, FreiberuflerInnen/Selbständigen und weiteren Einzelpersonen, die in der außerschulischen Umweltbildung tätig sind. Mitglieder sind u. a. beispielsweise Umweltzentren der Großschutzgebiete wie das Nationalparkzentrum Königstuhl auf Rügen, das Müritzeum , der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks, die Naturschutzstation Zippendorf in Schwerin. Die ANU MV vertritt die Interessen ihrer Mitglieder und deren MitarbeiterInnen, organisiert Vernetzung und Weiterbildung. Als Lobbyverband setzt sie sich nicht nur für gute Bildung und Qualitätsentwicklung, sondern auch für eine gute Ausstattung der außerschulischen Lernorte ein.
Schwerin/Stralsund: Die Aktion "Klimadetektive" ist als offizielles Projekt in den Aktionsplan Klimaschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen worden. Das hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus M-V heute dem Projektträger - dem Umweltbüro Nord e.V. aus Stralsund - mitgeteilt.
"Mit der Aktion Klimadetektive wollen wir möglichst viele Schulen für einen aktiven Klimaschutz gewinnen", erklärt der Projektleiter, Tilman Langner. Dabei führen SchülerInnen der Klassenstufen 5-10 mit ihren LehrerInnen einen Klimacheck für ihre Schule durch. In einer altersgerechten Staffelung untersuchen sie die CO2-Emissionen verschiedener Bereiche des Schullebens, sie erstellen eine CO2-Bilanz, sie entwickeln Ideen zum Klimaschutz in ihrer Schule und setzen diese um.
Das Umweltbüro Nord e.V. hat die notwendigen Arbeitsmaterialien als Broschüre und Website veröffentlicht, so dass sich jede interessierte Schule landes- bzw. bundesweit an der Aktion beteiligen kann. Die Nachfrage nach diesen Materialien ist so groß, dass der Verein Anfang 2011 - nur anderthalb Jahre nach dem ersten Erscheinen - eine zweite Auflage herstellen konnte.
Welchen Stellenwert hat angesichts dessen die Aufnahme in den Aktionsplan Klimaschutz? Hierzu sagt Langner: "Ich erhoffe mir vor allem, dass dadurch noch mehr Kommunen auf die Klimadetektive aufmerksam werden. Als Schulträger sind sie die wichtigsten Partner der Schulen beim Klimaschutz, und außerdem profitieren sie davon, wenn ihre Schulen zur Verbesserung ihrer CO2-Bilanz Energie - und somit Kosten - einsparen."
Informationen zu den Klimadetektiven gibt es unter www.umweltschulen.de/klima/ .
Mitgliederversammlung wählte neuen Vorstand – Verstetigung der Projekte thematisiert
Zehn Jahre nach der Gründung fand am Wochenende die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung am Gründungsort Mirow in der dortigen Jugendherberge, einem der Gründungsmitglieder, statt. Themen der Mitgliederversammlung waren die Qualitätsentwicklung in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung sowie Berichte und Vorstandswahlen. Insbesondere die Verstetigung der Vorhaben der Koordination schulischer und außerschulischer Bildungsangebote über die Zeit der BNE-Weltdekade (2005 – 2014, siehe http://www.bne-portal.de/coremedia/generator/unesco/de/02__UN-Dekade_20BNE/Die_20UN-Dekade_20BNE.html) hinaus wurden diskutiert. Ein Rundgang mit Informationen über das pädagogische Konzept, über Themen und Ausstattung durch die Jugendherberge Mirow rundete die Sitzung ab.
Die Mitgliederversammlung hat am Wochenende einen neuen Vorstand gewählt. Als Vorsitzende wurde die Diplom-Pädagogin Ulrike Seemann-Katz, freiberufliche Organisateurin von Bildungsprojekten, wiedergewählt, ihr Stellvertreter wurde der Ingenieur und Pädagoge Jörg Friese. Zur Schatzmeisterin wurde Claudia Reese, Umweltpädagogin am Nationalparkzentrum Königsstuhl wieder gewählt. Ebenfalls bestätigt wurde der Schriftführer Tilman Langner, freiberuflicher Dienstleister für das Umweltbüro Nord e. V.. Neu im Vorstand ist die Beisitzerin Sarah Peters. Sarah Peters ist Biologin (B.A.) und Studentin der Umweltbildung.
Dr. Holger Donle, Gründungsmitglied der ANU M-V und langjähriges Vorstandsmitglied trat aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl an. Die Mitgliederversammlung dankte ihm für sein außerordentliches Engagement in den vergangenen Jahren. In seiner Amtszeit hat sich die ANU M-V zu einer festen Größe in der Umweltbildungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und Projekte wie das ANU Mobil oder den Umweltbildungsführer auf den Weg gebracht. Dr. Donle wird sich auch künftig als Vereinsmitglied für die ANU M-V engagieren.
Die Mitgliederversammlung forderte außerdem die Verstetigung der Vorhaben der Koordination schulischer und außerschulischer Angebote in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) über die Zeit der BNE-Weltdekade (2005 – 2014) hinaus. Bislang finden Aktivitäten in der BNE im Rahmen befristeter Projekte statt. Dazu erklärt Ulrike Seemann-Katz, die alte und neue Vorsitzende der ANU M-V: „ Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Bildungskonzept, das zukunftsfähiges Denken und Handeln vermittelt. Wir müssen lernen, dass unser heutiges Handeln die Zukunft unserer Kinder aber auch das Leben in anderen Regionen der Welt mitbestimmt. Mit der UN-Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung haben sich die Staaten – auch Deutschland – verpflichtet, dieses Konzept in der Pädagogik zu stärken. Wenig nachhaltig und geradezu unsinnig wäre es, das 2014 ad acta zu legen.“
Hintergrundinformationen: Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (ANU M-V) ist der Dach- und Fachverband der Umweltzentren, Initiativen, AnbieterInnen, FreiberuflerInnen, Selbständigen und weiterer Einzelpersonen, die in der außersch ulischen Umweltbildung tätig sind. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder auf Landesebene. Die Mitgliederversammlungen der ANU M-V finden in der Regel zweimal jährlich statt. www.umweltbildung-mv.de
Rückfragen: Ulrike Seemann-Katz: 0172 – 32 44 842
Drei Fliegen mit einer Klappe: Werbung für Akteure, Werbung für BNE, Werbung für M-V
Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Mecklenburg-Vorpommern wieder auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Als Dach- und Fachverband der Umweltzentren und weiterer Anbieter in der Natur- und Umweltbildung informiert sie über Bildungsangebote und Schulfahrten nach Mecklenburg-Vorpommern.
Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit dem größten Naturreichtum. Die vielfältige, eigenartige und schöne Landschaft mit ihrem Artenreichtum ist als Tourismusmagnet nicht nur eine der größten Wirtschaftsressourcen des Landes, die es zu erhalten und zu schützen gilt. Sie hat ebenso ein gewaltiges Bildungspotenzial. Hier lassen sich Freizeit und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ideal miteinander verbinden.
„Die Erfahrung zeigt, dass das Interesse an anspruchsvolleren Angeboten mit hoher Qualität und Bildung stetig zunimmt, erläutert Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung in Mecklenburg-Vorpommern.
Vom 9. Bis 13. März präsentiert sich die ANU deshalb gemeinsam mit 24 Tourismus-Akteuren, Feriendörfern, Schullandheimen, Umweltbildungszentren, dem Müritzeum, dem Jugendherbergswerk und vielen anderen in der Halle 4.1/136 am Stand für Mecklenburg-Vorpommern. Organisiert wird das durch die Arbeitsgemeinschaft "Junges Land für Junge Leute“.
Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe nur für Fachpublikum geöffnet. Am Sonnabend und Sonntag für jedermann. Die ANU MV ist am Fachtag für Lehrerinnen und Lehrer, also am Freitag, dem 11. 03. 2001, durch Frau Birgit Brenner, vertreten. Die Regionalkoordinatorin für den Raum Rostock wird dort über die Angebote der Umweltbildung und des globalen Lernens in Mecklenburg-Vorpommern informieren und den von der ANU herausgegeben „Bildungsatlas für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ vorstellen. Die Angebotsbroschüre erleichtert bei Suche nach Akteuren für Schulfahrten. Auf 100 Seiten sind 339 interessante Angebote aus ganz Mecklenburg-Vorpommern themensortiert und übersichtlich dargestellt. Suchende finden eine Kurzbeschreibung des Angebots, der Kosten, des Zeitaufwandes, des Veranstaltungsortes und die Empfehlungen für geeignete Fachschaften.
„Die ITB ist die ideale Gelegenheit, die Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu vertreten und zu unterstützen, zugleich für unser Land zu werben und dabei indirekt einen Beitrag zum Umweltschutz und zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten“, meint Birgit Brenner.
Hintergrundinformationen:
Die Erstellung des Bildungsatlas ist Teil des ANU-Projektes „Regionale Koordination der Bildung für nachhaltige Entwicklung in M-V“. Das Projekt will die schulergänzenden Angebote der außerschulischen Anbieter besser auf die Bedarfe von Schule abstimmen. Dazu wurde eine umfassende Struktur von AnsprechpartnerInnen auf schulischer und außerschulischer Ebene geschaffen. Diese (RegionalkoordinatorInnen) stellen dazu Qualifizierungsangebote für die außerschulischen Anbieter zur Verfügung, welche häufig ehrenamtlich in Vereinsstrukturen arbeiten. Anhand von klassischen Medien wie dem „Bildungsatlas“, aber auch interaktiven Medien wie beispielsweise der dazugehörigen Datenbank unter www.umweltbildung-mv.de und dem Gemeinschaftsportal BNE http://bneinmv.wordpress.com/ in MV vernetzt die ANU alle Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Weiterführende Informationen:
Rückfragen:
Der Wegweiser BNE wurde im Rahmen des ANU-Projektes „Regionale Koordination der BNE in M-V“ speziell auf die Bedürfnisse der außerschulischen BildnerInnen zugeschnitten; die AutorInnen der Broschüre möchten dazu ermuntern, bestehende Angebote außerschulischer Lernorte zu erweitern und mit dem Konzept der BNE zu verknüpfen. Der Wegweiser begleitet die BildnerInnen allgemein verständlich bei der Konzeptentwicklung, informiert über die Kriterien der BNE, veranschaulicht die Herausforderungen kompetenzorientierter Lernarrangements, gibt Beispiele für Interdisziplinarität, Lebensweltbezug, Partizipation sowie Methodenvielfalt und bietet den LeserInnen Übersichten zu ausgewählten Themenbeispielen und Methoden. Viele Checklisten und Arbeitsblätter für BildnerInnen runden den 56 Seiten starken Leitfaden ab.
Die ProjektmitarbeiterInnen der ANU M-V e. V. haben dem Arbeitsheft außerdem eine „Drehscheibe BNE“ beigefügt, mit deren Hilfe die Kompetenzbegriffe der Rahmenlehrpläne für allgemeinbildende Schulen in M-V leicht in die BNE-Kompetenzbegriffe „übersetzt“ werden können. Zudem sind den Nachhaltigkeitszielen der Bundesregierung konkrete Themenbeispiele für Projekteinheiten zugeordnet, so dass BildnerInnen nun mit der Drehscheibe und dem Wegweiser „Nachhaltig Entdecken“ vielfältige Lernarrangements praxisnah und handlungsorientiert entwickeln können.
ANU-Mitglieder erhalten den Wegweiser gratis, für alle anderen Interessenten geben wir ihn gegen eine Schutzgebühr von 5,00 Euro plus 1,45 Euro Porto ab.
Haben Sie Interesse? Rufen Sie die Projektleiterin Sabine Grube an oder mailen Sie ihr, wenn Sie den Wegweiser „Nachhaltig Entdecken“ bestellen möchten.
Tel.: 039743-51 8 57 oder grube-bne@gmx.de
„Klimaschutz ist langweilig, und außerdem können wir sowieso nichts machen.“ – Irrtum: Klimaschutz berührt fast alle Lebensbereiche und ist so vielfältig wie das Leben selbst. In ihrer eigenen Schule können Schüler Probleme des Klimawandels erforschen, Strategien zum Klimaschutz erarbeiten und folgenreich Maßnahmen initiieren.
In diesem Sinne bietet die Broschüre „Klimadetektive in der Schule“ Anleitungen für einen schulischen „Klimacheck“. Altersgerecht differenzierte Aufgaben erlauben es, dass – von der 5. bis zur 10. Klasse – alle Schüler mitmachen. Die jüngeren untersuchen die anschaulichen und greifbaren Bereiche des Schulbetriebs: den Papierverbrauch, die Abfallentsorgung und das Schulgelände. Die mittleren Jahrgänge wenden sich dem Verkehr, dem Wasser und der Pausenversorgung zu. Die ältesten Schüler durchleuchten den technisch anspruchsvollen Bereich der schulischen Energiewirtschaft.
Bei einem solchen Klimacheck können Schüler ihre in den verschiedenen Fächern erworbenen Kenntnisse auf reale Probleme anwenden und so Kompetenzen erwerben, die sie auch im späteren Leben benötigen. Sie lernen es, gemeinsam Wissen zu schaffen, praktische Konsequenzen abzuleiten und Ergebnisse fantasievoll und adressatengerecht zu kommunizieren.
Neben Hinweisen und Praxisbeispielen für Lehrer enthält die Broschüre eine CD-ROM mit Checklisten für die Schüler und mit umfangreichem "Bonusmaterial": Lehrmaterialien, Hintergrundinformationen, Beispiele aus Schulen und Hilfen für das Umweltmanagement. Zahlreiche renommierte Partner haben die Herausgabe der Broschüre unterstützt und ihre Materialien für die CD-ROM bereitgestellt, darunter das Bundesumweltministerium, Germanwatch und das LI Hamburg.
Die Broschüre kostet weiterhin 10,00 € zuzügl. Versand; Schulträger können den Mengenrabatt nutzen. Mehr Informationen: www.umweltschulen.de/klima/ bzw. www.umweltschulen.de/broschueren/klimadetektive_in_der_schule.html
Tilman Langner: Klimadetektive in der Schule – eine Handreichung – II. erweiterte Auflage. 80 Seiten. Umweltbüro Nord e.V. (Hrsg.), Stralsund, 2011. ISBN: 978-3-00-033549-5
Das ehemals von der ANU M-V gegründete und nun von Frau Dieske betriebene Bildungsmobil Energie&Umwelt ist weiterhin im Einsatz.
September 2010: ANU MV nun "Waldbesitzer"Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. hat als Anerkennung ihrer erfolgreichen Teilnahme am Landesumweltwettbewerb 2009/2010 („Weichensteller: Gutes Klima für eine gute Zukunft“) vom vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Urkunde und eine Waldaktie erhalten. Damit konnten 10 qm Wald in Mecklenburg-Vorpommern begründet werden. Konkret fanden die Anpflanzungen im Klimawald Golchen statt.
Im Anschreiben dazu heißt es „Damit würdigt Herr Minister Dr. Backhaus Ihr Engagement und Ihre Leistungen im Umweltschutz.“
Zugleich wurde das Projekt der ANU aus den 52 teilnehmenden Projekten als eines von zwölf Projekten ausgewählt, die demnächst in einer Broschüre veröffentlicht werden.
Seit dem 5.11.2009 ist beim Umweltbüro Nord e.V. die Broschüre "Klimadetektive in der Schule" erhältlich. Das Heft richtet sich an Schulen (Schulträger, Multiplikatoren, Eltern...), die Klimaschutz nicht nur theoretisch vermitteln, sondern ihn in den Schulalltag integrieren wollen.
Mehr Informationen zu der Broschüre: www.umweltschulen.de/broschueren/br1.html
Mehr zum Klimaschutz der in ANU
Die Umweltbibliothek Stralsund ist 10 Jahre alt geworden. Die am 2.6.1999 eröffnete Bibliothek wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement aufgebaut; über geförderte Projekte konnten arbeitsintensive Aufgaben wie die Katalogisierung der Medien realisiert werden. Inzwischen umfasst der Bestand übr 10.000 Medieneinheiten, er deckt verschiedene Aspekte des Natur- und Umweltschutzes sowie die Umweltbildung ab.
In den ersten Jahren stand der "klassische" Verleih von Büchern und Broschüren im Mittelpunkt der Arbeit; dabei wird auch Fernleihe angeboten. Inzwischen hat der Verleih selbst entwickelter Materialkisten für die Umweltbildung an Bedeutung gewonnen; diese enthalten neben Büchern auch Spiele, Demonstrationsmaterialien und Anleitungen bzw. Ausrüstungen für kindgerechte Experimente. Zudem engagiert sich die Umweltbibliothek für die Vernetzung der Umweltbildungsakteure auf regionaler und auf Landesebene.
Die Umweltbibliothek Stralsund ist
zugleich Geschäftsstelle der ANU M-V e.V. und Einsatzstelle für
das neue ANU-Projekt "Regionale Koordinatoren für BNE".
Interessenten sind zu den Öffnungszeiten (die. 13-18:00 und do.
13-16:00) herzlich willkommen.
Umweltbüro Nord e.V./Umweltbibliothek, Badenstraße 45, 18439
Stralsund,
Tel./Fax: (0 38 31) 70 38 38, www.umweltschulen.de/bibo
Bei der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" werden am 2. April 2009 in Bonn 53 zukunftsweisende Bildungsprojekte aus ganz Deutschland ausgezeichnet. Zu diesen sogenannten „Dekade-Projekten“ gehört auch das ANU Mobil Energie & Umwelt aus Mecklenburg-Vorpommern.
Das seit August 2005 laufende Projekt hat zum Ziel, die Umweltbildung in Mecklenburg-Vorpommern zu befördern. In unserem dünn besiedelten Bundesland fährt das ANU-Mobil zu Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen und führt dort vor Ort Bildungsangebote zur nachhaltigen Energienutzung durch. Inhaltlich fußt die Arbeit vor Ort auf den Säulen: „Energie sparen“, effektive Energiewandlung“ sowie „Erneuerbare Energien“. Die Angebote richten sich hauptsächlich an Schüler und junge Menschen (vorwiegend Klassenstufen 3-10) aber auch z.B. an Umweltverbände oder Agendagruppen. Das ANU-Mobil hat für 2009 noch Termine frei; Interessenten sollten sich möglichst bald anmelden.
Das ANU-Bildungsmobil "Energie&Umwelt" wird vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V sowie von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) gefördert.
Mehr zum ANU-Mobil unter Projekte bzw. auf www.anu-mobil.de
Im Jahr 2009 waren wir zum zweiten Mal auf der ITB zu Gast, um für Umweltbildung "Made in M-V" zu werben. Unser Partner dabei war wieder die AG "Junges Land für junge Leute" des TMV. Unser Auftritt dort war gut.
Wir konnten einige Gespräche führen mit Umweltbildungseinrichtungen bzw. Umweltbildnern aus M-V führen und diese für einen Eintritt in die ANU interessieren. Ob daraus etwas wird, werden wir sehen.
Zudem war viel Prominenz an unserem Stand, so der Bildungsminister von M-V, Harry Tesch - aber auch Vertreter des Umweltministeriums M-V sowie der Bundespolitik.
Vom Dreijährigen Feuerwanzenspezialisten bis zum emeritierten Uniprofessor. Alle machen mit.
Artenvielfalt beginnt schon vor unserer Haustür. Der Dachverband der Umweltbildungseinrichtungen im Land Brandenburg ANU Brandenburg e.V. möchte deshalb in diesem Jahr den jährlich stattfindenden GEO-Tag der Artenvielfalt unterstützen und dazu aufrufen, auf Entdeckungstour in Brandenburgs und Berlins Natur zu gehen. Vom dreijährigen Feuerwanzenspezialisten bis hin zum Uniprofessor kann sich jeder Interessierte mit einer eigenen Aktion beteiligen. Die sicher überraschenden und tollen Ergebnisse stellen wir nach Abschluss der Aktion in einer Broschüre zusammen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? So können Sie mitmachen:
Weitere Informationen können Sie gerne bei uns erfragen:
ANU Brandenburg e.V., Lindenstraße 34, 14467 Potsdam, Tel. 0331-2015515, www.anu-brandenburg.de
Vorsicht: Klimadetektive!Strahlsund : Der Bundesverband der Stromfresser, Hitzköpfe und Kernspalter e.V. warnt vor einer neuen gefährlichen jugendlichen Subkultur: Sogenannte „Klimadetektive“ treiben in deutschen Schulen ihr Unwesen.
Unter dem Deckmantel eines vorgeblichen Interesses am Unterrichtsgeschehen recherchieren Klimadetektive, was Energie ist und wie wir sie nutzen. Sie ermitteln gegen die guten traditionellen Bräuche, Klassenräume auf angenehme 25°C zu heizen und das Licht bis weit in den Nachmittag hinein brennen zu lassen. Sie propagieren die wachstumsfeindliche Idee des „Energiesparens“ und begründen dies mit einem angeblich drohenden Klimawandel. Zudem behaupten sie, dass auch Schulen die Energie von Sonnenstrahlung und Wind nutzen könnten – obwohl laut Schulgesetz der Unterricht auch bei bewölktem Himmel stattfindet. Damit nicht genug – die Klimadetektive versteigen sich sogar zu der Behauptung, dass Schulen auch mit der Pausenversorgung, dem Papierverbrauch oder den täglichen Schulwegen das Klima beeinflussen würden und dass auch diese Bereiche des Schullebens verändert werden müssten.
Für besonders bedenklich hält es der Bundesverband der Stromfresser, Hitzköpfe und Kernspalter e.V., dass es offenbar Lehrer gibt, die ihre Schüler gezielt auf diese Irrwege leiten. Sie nutzen – angebliche – Hintergrundinformationen, Lehrmaterialien und guten Beispiele aus Schulen, die auf der Website www.umweltschulen.de/klima verbreitet werden.
Der Bundesverband der Stromfresser, Hitzköpfe und Kernspalter e.V. warnt eindringlich davor, diese Website zu besuchen. Er kritisiert den Drahtzieher der Aktion – das Umweltbüro Nord e.V. aus Stralsund – scharf und fordert dieses auf, die bereits angekündigte Broschüre „Klimadetektive“ nicht auf den Markt zu bringen.
Kontakt: Umweltbüro Nord e.V., Badenstraße 45, 18439 Stralsund, Tel.: 03831-703838
Unser Gemeinschaftsstand auf der ITB (siehe Pressemeldung weiter unten) war sehr gut plaziert.
Der Publikumsverkehr hielt sich in Grenzen. Wir haben an jedem Tag einige Dutzend Umweltbildungsführer an Endverbraucher (Reiselustige, Familien, Lehrer) verteilt; das alleine rechtfertigt den Aufwand, mit wechselndem Personal fünf Tage lang einen Messestand zu besezten, sicher noch nicht. Darüber hinaus hat jedoch jeder ANU-Vertreter auch interessante Fachkontakte knüpfen können (auch für die eigene Arbeit jenseits der ANU). Ich habe zudem gezielt einige Reiseveranstalter angesprochen, die auf der ITB ausgestellt haben, und ihnen angeboten, dass sie den Umweltbildungsführer nutzen mögen, um ihre Reisen mit Inhalt zu füllen. Ob sich daraus Kontakte für unsere Anbieter ergeben, ist noch offen.

Dr. Holger Donle präsentiert die ANU am Gemeinschaftsstand auf der ITB
"Höhepunkte" waren Besuche durch Umweltminister Backhaus (8.3.) sowie Herren Lafontaine und Herrn Holter (7.3.). Zudem erbrauchte die Aktion eine Erwähnung der ANU in der Ostseezeitung.
Die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband / der AG "Junges Land für junge Leute" werden wir fortsetzen.
Für eine Weiterentwicklung des Umweltbildungsführers sowie eine eventuelle erneute Beteiligung an der ITB sind aus meiner Sicht folgende Punkte erwägenswert:
Tilman Langner
216 Einrichtungen mit 500 Umweltbildungsangeboten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern
sind auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin präsent,
die vom 5.-9.3.2008 ihre Tore öffnet. Sie werden von der Arbeitsgemeinschaft
Natur- und Umweltbildung (ANU) M-V e.V. vertreten und übersichtlich
in dem von der ANU herausgegebenen Umweltbildungsführer präsentiert.
„Die einzigartige Naturausstattung von Mecklenburg-Vorpommern lockt jedes Jahr Millionen von Gästen an“, betont der ANU Pressesprecher, Tilman Langner. „Dabei ist klar: Der Wissende sieht einfach mehr.“ Deshalb enthält der Umweltbildungsführer eine Vielzahl von Angeboten, die sich (auch) an Touristen wenden und dazu geeignet sind, den Naturgenuss noch zu steigern. Dazu gehören z.B. vielfältige Exkursionen zu Fuß, per Rad oder im Kanu. Dazu gehören Nationalparks und Biosphärenreservate mit ihren Informationszentren ebenso wie Angebote, die Natur in Städten zu entdecken. Wer Biber, Kranich oder Fledermäuse kennen lernen will, wird im Umweltbildungsführer ebenso fündig wie der Pilz- oder Insektenfreund. Viele dieser Angebote eignen sich auch dafür, Klassenreisen aufzuwerten.
Der Umweltbildungsführer wird als attraktive Broschüre herausgegeben und ist als gut recherchierbare Online-Version unter www.umweltbildung-mv.de zu finden.
Auf der ITB präsentiert sich die ANU am Stand 117, Halle 4.1. „Dieser Auftritt wurde uns durch eine Kooperation mit der AG Junges Land für junge Leute ermöglicht“, sagt Langner. „Ich danke der AG dafür sehr herzlich und hoffe, dass diese für uns neue Dimension der Werbung ein Erfolg für die Umweltbildung in Mecklenburg-Vorpommern wird.“
Der Umweltbildungsführer wurde vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern sowie der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung gefördert.
Der Online-Informationsdienst www.umweltschulen.de wurde am 20.2.2008 als offizielles Projekt im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2008/2009 ausgezeichnet.
Bereits in der Periode 2006/2007 hatte www.umweltschulen.de diese Auszeichnung errungen. „Ich habe das damals als Ermutigung angesehen, den Informationsdienst zielstrebig weiter zu profilieren“, sagt der Herausgeber, das ANU-Mitglied Tilman Langner. Dieses Vorhaben hat er überzeugend umgesetzt. Die Besucher finden jetzt u.a. einen eigenständigen Bereich zur Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Präsentationen von Modellschulen, welche auf hervorragende Weise Umweltbildung bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung umsetzen. Internationale Beispiele werden vorgestellt; der in Kooperation mit der ANU Mecklenburg-Vorpommern erarbeitete Umweltbildungsführer oder die Präsentation der Umweltbibliothek Stralsund bedienen aber auch die regionale Ebene.
Mit einen Newsletter sowie durch regelmäßige Pressearbeit wurde www.umweltschulen.de weiter bekannt gemacht. Das hat sichtbare Erfolge, denn der 1999 gegründete Informationsdienst konnte bei konventioneller Zählweise im Jahr 2007 mehr als 500.000 Besucher und 1.100.000 Seitenabrufe verzeichnen.
Auch in Zukunft will Tilman Langner den umweltschulen.de neue Bausteine hinzufügen. Im Mittelpunkt steht dabei gegenwärtig die Kampagne „Klimadetektive“, mit welcher Schulen für den Klimaschutz gewonnen werden sollen. „Ich freue mich sehr, dass ich dafür mit der Klimaschutzinitiative CO2NTRA einen starken und engagierten Förderpartner gewinnen konnte“, betont Langner. „Und ich danke allen Partnern herzlich, die zu dem bisherigen Erfolg von www.umweltschulen.de beigetragen haben.“
Liebe Mitglieder der ANU MV,
im Oktober 2007 gab es eine Diskussion innerhalb des ANU-Bundesverbandes über
eine eventuelle Förderung durch bzw. Kooperation mit E.ON, einem
der führenden Stromkonzerne Europas und mitverantwortlich für
eine schlechte Klimaschutz- und Energiepolitik Deutschlands.
Nach dieser Kurzumfrage in den Landesverbänden gab es keine weitere
Zusammenfassung. Es kann sein, dass auf der ANU-Bundesseite im dortigen
Mitgliederportal näheres zu lesen steht. Offensichtlich sind die
Pläne jedoch nicht vom Tisch. Oliver Wendenkamp, ANU-Vorsitzender
in Sachsen-Anhalt und gleichzeitig Geschäftsführer des BUND
in Sachsen-Anhalt informierte über diese Kooperation auf der jüngsten
Bundestagung der Geschäftsführer des BUND. Dies sorgte dort
für Wirbel und veranlasste den Bundesvorsitzenden des BUND, Prof.
Hubert Weiger zu einem Brief an die ANU-Bundesvorsitzende Annett Dieckmann,
mit dem er gegen diese Kooperation protestiert. Ihr findet den Brief hier.
Ich persönlich hatte die Pläne der ANU, mit E.ON zu kooperieren,
ebenfalls kritisiert, da ich der Meinung bin, dass man sich um Firmen
bemühen sollte, die eine Energiewende unterstützen.
Zum Schreiben von Prof. Weiger muss man jedoch fairerweise sagen, dass
auch der BUND mit der "Klimaschutzaktion" in Kooperation mit der BILD-Zeitung
stark unter Druck geraten war (Nähere Infos: http://www.nachdenkseiten.de/?p=2267).
Ich erinnere mich zudem, dass auch der NABU mit der Lufthansa und Vodafone
(nachdem sie auf schmutzige Weise Mannesmann übernommen und zerschlagen
hatten) kooperierte (Nähere Infos: http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum_entry.php?id=4150).
Hier möge sich also jede und jeder seine eigene Meinung bilden und
sie bei Bedarf an den ANU-Bundesvorstand senden.
E-Mail: bundesverband@anu.de
Mit freundlichen Grüßen
Arndt Müller, Vorsitzender ANU M-V e.V.
Redaktioneller Hinweis: Die ANU M-V e.V. hat sich auf ihrer Mitgliederversammlung am 27.5.2008 gegen die Kooperation mit E.ON ausgesprochen.
10.12.2007: www.freeyourriver.net – Die Flüsse Europas entdecken und schützen!
Im Jahr 2008 steht das Thema Wasser im Mittelpunkt der UN-Dekade. Schulen, die dieses Thema aufgreifen wollen, finden bei der Europäischen Kampagne „Free your River!“ das Rüstzeug für anspruchsvolle Flussprojekte, welche viele Aspekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgreifen. Zielgruppe sind Schüler von 10 bis 12 bzw. von 15 bis 17 Jahren.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Untersuchung des Flusses am Heimatort. Hier können die Schüler ihr Wissen aus Biologie, Chemie und Geographie anwenden und vertiefen; entsprechende Checklisten und Anleitungen stellt die Kampagne bereit. Naturwissenschaftlich fundierte Methoden der Erkenntnisgewinnung können durch künstlerisch-ästhetisch Zugänge ergänzt werden, auch dafür werden geeignete Methoden angeboten. Die erfassten Daten sind zu bewerten, was die Gelegenheit bietet, über Werte im Umgang mit Natur und Umwelt zu reflektieren. Die Schüler sind aufgerufen, Schlussfolgerungen zu ziehen und für den Schutz ihres Flusses zu werben – eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen bürgerschaftlicher Partizipation zu machen.

Die erfassten Daten, Schlussfolgerungen, Aktionen und anderes Material können die Schüler in einem eigenen internetgestützten Flusstagebuch („Book of the River“) veröffentlichen. Das bietet zusätzliche Anlässe, die eigenen Arbeitsergebnisse kritisch zu reflektieren, es schult die Medienkompetenz – und vor allem bietet es Ansatzpunkte, um andere Schülergruppen kennen zu lernen, mit ihnen zu kommunizieren und zu kooperieren. Eine solche Zusammmenarbeit kann auf regionaler Ebene sinnvoll sein, aber auch eine Kooperation mit Gruppen aus anderen EU-Ländern ist möglich.
Die Beteiligung an dem Projekt ist kostenlos. Sämtliche Tools und Arbeitsmaterialien sind in Englisch, Deutsch und weiteren Sprachen auf der Website www.freeyourriver.net zu finden. Wer den vollen Funktionsumfang der Website nutzen will, muss sich als Teilnehmer registrieren. Das Projekt eignet sich auch für außerschulische Lernorte der Umweltbildung wie z.B. Schullandheime oder Jugendherbergen, wenn diese über eine ausreichende Computerausstattung verfügen.
"Free your River!" wurde von einer internationalen Projektgemeinschaft unter Leitung des WWF Österreich entwickelt. Das Umweltbüro Nord e.V. als einziger deutscher Partner in „Free your River!“ stellt Referenten für Fortbildungen von Lehrern und Multiplikatoren in Deutschland zur Verfügung. Rückfragen bitte an: Tilman Langner, Umweltbüro Nord e.V., Badenstraße 45, 18439 Stralsund, Web: www.umweltschulen.de/umweltbuero, Mail: tl@umweltschulen.de
„Wir freuen uns über das sehr positive Echo des Ministers auf unser Produkt. Kein Bundesland hat eine derart umfassende attraktiv publizierte Übersicht über das außerschulische Angebot an Umweltbildung. Mit einem kleinen Projektteam und einem hohen Anteil ehrenamtlicher Arbeit haben wir den Umweltbildungsführer innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums von einem Jahr realisiert. Dies alles hat Herrn Dr. Backhaus sehr beeindruckt.“ So fasst der 37jährige Biologe Arndt Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Mecklenburg-Vorpommern seinen Eindruck von der heutigen Übergabe des Umweltbildungsführers in Form von vier Regionalausgaben an den Minister zusammen. Eine finanzielle Förderung aus Mitteln des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) hatte die nun erstmals für ganz Mecklenburg-Vorpommern vorliegende Übersicht von freiberuflichen Umweltpädagogen, Vereinen, Behörden, Tierparks, Museen und Unternehmen, die Bildungserlebnisse zu Umweltthemen anbieten, möglich gemacht. Erstaunliche 492 Bildungsangebote von 213 Anbietern sind in den übersichtlichen Broschüren zusammengefasst. Angebote der Umweltbildung werden durch Angebote des Globalen Lernens und der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ergänzt.

Der gedruckte Umweltbildungsführer wird durch eine Online-Version unter www.umweltbildung-mv.de noch anwendungsfreundlicher. Bildungsangebote für Kitas und Schulklassen sind hier genauso zu finden, wie Freizeitangebote für Familien oder Weiterbildungen für Erwachsene. Adressen, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und viele weitere Informationen wurden zusammengetragen. Über komfortable Suchfunktionen kann jeder schnell das richtige Angebot finden. Anbieter können ihre aktuellen Angebote eintragen.
„Hoch qualifizierte Umweltbildner und Erlebnispädagogen arbeiten mit sehr viel Idealismus und Kreativität meist auf unterem Lohnniveau. Dabei ist eine gut gemachte Führung, Lernspiele oder eine interaktiver Vortrag das Ergebnis einer langen Vorbereitung.“, berichtete Arndt Müller dem Minister. „Besonders Schulklassen sind dankbare Nutzer der vielen abwechslungsreichen Angebote.“ Mit dem Umweltbildungsführer möchte die ANU auch die Bildungsanbieter ermutigen, professionell für ihre Arbeit zu werben, sich auch bei Partnern aus dem Tourismusbereich anzubieten oder gar eigene touristische Angebote zu entwickeln. Schließlich sind es die vielen Bildungsangebote, die der Bevölkerung und den Gästen des Landes die Naturschätze unseres Landes eingehender vermitteln oder Antworten auf Fragen zur nachhaltigen Entwicklung der Regionen geben. „Angebote der Umweltbildung stärken das Angebot eines naturnahen Tourismus im Land.“ Davon ist die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Mecklenburg-Vorpommern überzeugt.
Die ANU, ein bundesweiter Zusammenschluß von Umweltbildungseinrichtungen und Einzelpersonen, existiert seit 2001 in Mecklenburg-Vorpommern und engagiert sich mit ihren Mitgliedern seither für gute Bedingungen in der außerschulischen Umweltbildungslandschaft. Mitglieder sind unter anderem das Nationalparkhaus am Königsstuhl auf der Insel Rügen, die „Darsser Arche“ und die Jugendherberge Mirow 21. „Wir möchten die Qualität der Bildungsangebote verbessern helfen, betreiben mit Partnern aber auch eigene Projekte, wie das Energiemobil mit Experimentierkästen und Ausstellungen zu erneuerbaren Energien oder die Medienkisten für Schulen und Kindergärten.“, fasst Arndt Müller das Profil des Verbandes zusammen. Die UNO-Dekade für eine Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, die zahlreichen Bemühungen zur Umsetzung von Lokalen AGENDEN 21 und die Entwicklung von Ganztagsschulen machen das Expertenwissen der ANU und ihrer Mitglieder auch künftig unverzichtbar, ist Arndt Müller überzeugt. Auch deshalb wird eine weitere Auflage des Umweltbildungsführers geplant.
Der erste landesweite Umweltbildungsführer für Mecklenburg-Vorpommern liegt vor - ein Branchenbuch der Umweltbildung. Die Online-Version des Umweltbildungsführers kann bereits genutzt werden.
Rechtzeitig zum Ferienbeginn hat die Umweltbibliothek Stralsund ihren Bestand um neue und im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnete Bücher erweitert. Durch die Spende eines Jurymitgliedes hat die Umweltbibliothek die Bücher erhalten, die in diesem Jahr zum Buchpreis „Lesen für die Umwelt“ der Deutschen Umweltstiftung eingereicht worden waren. Darunter sind z.B. die fünf preisgekrönten und überaus spannenden Greenteam-Bücher von Nicolas Roth (u.a. „Die Nacht der Nerze“), der Rate-Krimi „Koalas spurlos verschwunden“ von Alexandra Fischer-Hunold oder das reich bebilderte Buch „Die Jahreszeiten auf dem Bauernhof“ von Susanne Riha.
Weitere Umweltbücher für Kinder konnten mit freundlicher Unterstützung durch die Nordeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) erworben werden.
Die Bücher können ab sofort ausgeliehen werden. Fernleihe ist möglich. Die Umweltbibliothek Stralsund hat dienstags 13-18:00 und donnerstags 13-16:00 geöffnet. Tel./Fax: 03831-703838. www.umweltschulen.de/bibo (dort wird auch die vollständige Titelliste veröffentlicht).